Türkei schießt russische Su-24 ab: Was wirklich passierte

Im Laufe des Morgens am 24. November stürzte ein russischer Kampfjet des Typs Su-24 nahe der türkisch-syrischen Grenze ab. So weit sind sich die Medien wohl weltweit einig. Leider enden die Gemeinsamkeiten bereits hier. Wohin man das Auge auch richtet, man wird nur selten dieselben oder ähnlichen Berichte auffinden. Das liegt ja auch in der Natur der Sache: Türkische Medien unterstützen ihren Staat, russische den ihren. Doch auch in anderen Teilen der Welt herrscht Uneinigkeit. Eine Gemeinsamkeit scheint jedoch schnell gefunden: Der Russe ist der Böse. Sehen wir uns also mal die diversen Berichterstattungen an.

In der Türkei ist die Rede davon, dass das russische Militärflugzeug türkischen Luftraum verletzt und auch auf zehn Funksprüche innerhalb von fünf Minuten nicht reagiert hätte. Es wäre also für das türkische Militär nahe einer Tatsache gelegen, dass sich die Piloten auf feindlicher Mission befanden – gegen die Türkei versteht sich. Belegt wird dies durch die Türkei mit ungewöhnlich schnell veröffentlichten Radardaten, aber dazu später mehr.

In Russland wiederum heißt es, man hätte türkischen Luftraum nicht verletzt Und befand sich auf einer Mission, ursprünglich in Russland lebende Terroristen aufzuspüren und an der Rückkehr in ihre Heimat zu hindern, um so Terroranschläge auf heimischem Boden präventiv zu bekämpfen. Der Abschuss, so Putin in seiner am Nachmittag abgehaltenen Pressekonferenz, erfolgte ca. Einen Kilometer innerhalb Syriens, das Flugzeug stürzte dann schlussendlich vier Kilometer im Landesinnern ab. Der sogenannte Verteidigungsakt der Türkei sei demnach also kein solcher gewesen, sondern ein Angriff, welchen Putin mit einem „Dolchstoß in den Rücken“ verglich und das türkische Militär und die dortige Politik als „Komplizen des Terrorismus“ bezeichnete.

Die Medien in anderen NATO-Mitgliedsstaaten, allen voran den USA und Deutschland, halten es demnach mit ihrem Vertragspartner, der Türkei. So titelt doch die BILD provokant und ohne näheres Hintergrundwissen schlichtweg gelogen: „Putin attackiert Türkei“. Einen Moment mal: Hat nun das russische Militär ein türkisches Flugzeug abgeschossen, oder war es vielleicht doch anders herum? Fakten werden so gerne einmal verdreht.

Doch was sind die Fakten? Fakt ist, das ist selbst den von der Türkei veröffentlichten Radardaten zu entnehmen, dass sich der Kampfjet Su-24 für zwei Kilometer in türkischem Luftraum aufhielt. Dirk Müller rechnete uns folgendes freundlicherweise auf seiner Facebook-Seite „Cashkurs“ vor: Bei einer Geschwindigkeit von 1.300 km/h des Kampfjets und einer Durchquerung des türkischen Luftraums auf einer Strecke von zwei Kilometern, hätte sich die Su-24 für etwa 5,5 Sekunden im Luftraum eines ursprünglich als befreundet angesehenen Landes befunden. Und auch, wenn die veröffentlichten Radardaten von russischer Seite angefochten und ein Eindringen in türkischen Luftraum, auch für kürzeste Zeit, dementiert wird, überführte sich die Türkei mit ihren eigenen Daten einer Lüge. Denn so hätte es doch gar keine zehn Aufforderungen zum Verlassen des betroffenen Gebietes innerhalb eines Zeitraums von fünf Minuten geben können. Laut Adam Riese gilt ja noch immer: 5 Sekunden sind ungleich 5 Minuten.

Welchen Grund aber hätte die türkische Politik bzw. das Militär, einen derart hinterhältigen Anschlag auf ihnen nicht in geringster Hinsicht feindlich gesonnene Russen zu verüben? Blicken wir zurück auf vergangene Woche, als Russland begann, sich vermehrt an der Bekämpfung des IS zu beteiligen. Durch gezielte Luftangriffe zerstörte das russische Militär 500 Tanklaster, die im Namen des IS illegal gefördertes Erdöl zur Weiterverarbeitung transportierten. Von diesem billigsten Erdöl profitiert vor allem ein Staat: die Türkei.

Aber warum unterstützt nun die NATO die Türkei bei diesen doch sehr fragwürdigen Machenschaften? Nun, Russland ist der Feind. Das war nun seit Jahren so. Zwischendurch gab es immer mal ein bisschen Abwechslung, aber man kam doch immer wieder zum Buhmann Russland und Putin zurück. Nun mag man von Putin und dem von ihm regierten Land halten was man will, aber man kann ihm keine Untätigkeit in Reaktion auf die Terroranschläge in Paris am 13. November vorwerfen. Putin reagierte zügig, überlegt und gezielt und hatte damit bislang mehr Erfolg, als die NATO-Mitglieder in ihrem bereits mehrere Jahre andauernden Kampf. Ein Schelm wer Böses denkt, und man will den Staaten jetzt mal keine absichtliche Nicht-Bekämpfung und damit schon fast Unterstützung der radikalen Terror-Organisation vorwerfen – das überlasse ich jedem selbst, Quellen gibt es zuhauf und das gehört nun hier nicht hin. Fakt ist aber, dass Putin sich so plötzlich vor der Weltöffentlichkeit in ein vollkommen anderes Licht rückte: Der packt was an, der macht was, der löscht den IS aus und schenkt Frankreich so nebenbei auch noch einen zuckersüßen Schäferhund-Welpen. Ein Mann, der alte Feindschaften zum Wohle eines gemeinsamen Ziels ad acta legen kann und in eine gemeinsame, friedliche Zukunft nach erfolgreichem Auslöschen der Terrorgefahr blickt. Der Buhmann könnte sich plötzlich beliebt machen! Und das passt v.a. einem NATO-Mitglied nicht: den USA.

Spinnt man das ganze nämlich weiter und lässt Russland florierende Beziehungen zu anderen NATO-Mitgliedern v.a. im eurasischen Raum bilden, mit einer durch Gold gesicherten Währung und dem dann fehlenden bzw. sinkenden Bedarf an der Nutzung der Meereswege, dann geht den USA ganz schnell das Geld und die Verbündeten aus und der Dollar könnte seine Vormachtstellung als Haupthandelswährun, v.a. im internationalen Erdöl-Geschäft, verlieren. Man bedenke nur die bereits von den Chinesen erdachte Idee einer Wiederbelebung der alten Seidenstraße, welche z.B. durch Hochgeschwindigkeitszüge bediente Handelswege quer von China bis nach Westeuropa bieten kann. Das spart Zeit und Geld.

Ich werde davon absehen, jedem ein Fazit vorzukauen. Nehmt meine Tatsachen, recherchiert sie selbst, nutzt die euch zur Verfügung stehenden Mittel, um euch EURE EIGENE Meinung zu bilden und lasst euch diese von keinen Medien, nicht mir, nicht den sog. Leitmedien, vorschreiben. Benutzt euer Hirn und macht daraus, was ihr für richtig haltet.

Eine traurige Nachricht gibt es im Zusammenhang mit dem Abschuss des Kampfjets leider noch zu vermelden. Wo zunächst noch vermutet wurde, die beiden Piloten hätten sich mittels ihrer Schleudersitze in Sicherheit bringen können,tauchten später Videos auf, die die toten Soldaten zeigten. In einem lag die blutverschmierte Leiche vor den Füßen einiger Angehöriger der türkischen FSA-Miliz, die verbal den Wunsch äußerten, den russischen Pilotem sofort verbrennen zu können.

Quellen:

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Ein Gedanke zu “Türkei schießt russische Su-24 ab: Was wirklich passierte

  1. Pingback: Update: Türkei schießt russische SU-24 ab: Die aktuelle Sachlage, wie sie die Leitmedien gerne verschweigt | Mira Howard

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